Baum des Jahres 2017

/, Berichte/Baum des Jahres 2017

Baum des Jahres 2017

Der 21. März 2017 ist Internationaler Tag des Waldes. Passend dazu wird durch das Kuratorium Wald und das Ministerium für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) haben der Wacholder (Juniperus communits) zum „Baum des Jahres 2017“ prämiert und präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt wird auch eine Broschüre mit weiteren detaillierten und spannenden Informationen zum Wacholder veröffentlicht und beim Kuratorium Wald erhältlich sein.

Der Wacholder ist Baum des Jahres 2017

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist das weitverbreitetste Nadelgehölz der Erde. Sein riesiges weltweites Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei vom Flachland bis ins Hochgebirge. Sein europäisches Verbreitungsareal erstreckt sich von der Küste des Eismeeres im Norden bis nach Zentralspanien, der Sierra Nevada, Sizilien und dem Peloponnes im Süden.

Trotzdem trifft man den Gemeinen Wacholder nicht überall oder teils sogar nur selten in der Natur an. Dabei ist Wacholder besonders vielgestaltig und leicht zu erkennen. Er kann säulen- oder strauchförmig, in Extremsituationen auch sehr niederwüchsig und flach wachsen. Strauchförmige Exemplare erreichen dabei Höhen von 3 – 5 m. Während der Wacholder zumeist von Grunde an verzweigt ist, sind die hauptsächlich in Wäldern vorkommenden baumförmigen Exemplare im unteren Stammabschnitt astfrei. Die Zweige des Wacholders stehen aufrecht und hängen an ihren Spitzen meist leicht über.

Die Temperatur steuert zwar das Wachstum der Pflanzen, trotzdem wächst die Pflanze das ganze Jahr hindurch. In der Regel erreichen baumförmige Exemplare in 10 Jahren aber lediglich einen Zuwachs von etwa 1 m. Dafür erreichen Wacholderpflanzen mit durchschnittlich 500 bis 2.000 Jahren ein außergewöhnlich hohes Alter.

Bei den sogenannten Wacholderbeeren, die als gängiges Gewürz weltweit in der Küche zu finden sind, handelt es sich gar nicht um echte Beeren, sondern um fleischige Zapfen, die die Samen enthalten. Denn anders als bei anderen Nadelgehölzen verholzen die Zapfen beim Wacholder nicht. Dadurch werden diese von Vögeln und anderen Tieren gefressen und die Samen auf diese Weise verbreitet.

Die Beerenzapfen wirken magenstärkend, blutreinigend und harntreibend, äußerlich angewendet durchblutungsfördernd. Deshalb zählte Wacholder bereits im Mittelalter zu den wichtigsten Heil- und Arzneipflanzen, und noch heute spielt die Pflanze eine wichtige Rolle in der Heilkunde.

Ein charakteristisches Merkmal des Wacholders ist sein hoher Lichtbedarf, weshalb der konkurrenzschwache „Sonnenanbeter“ vor allem offene Landschaften braucht. Besonders ärmere Standorte des Tieflands (Heidelandschaften) werden als Lebensräume besiedelt, wo er landschaftsprägendes Element wird und andere Gehölze vor Verbiss schützt.

Nähere Informationen unter: http://www.himmel.at/kuratorium-wald/

Quellen: Kuratorium Wald

 

 

2017-02-16T08:52:06+00:00